Arbeit des Lawinenhundes

Lawinenhunde
Der Hund lernt in der Grobsuche ein Lawinenfeld nach zwei verschütteten Personen weitgehend selbständig abzusuchen. Gefundene Verschüttete werden durch intensives, andauerndes Scharren angezeigt. Anschliessend sucht der Hund in der Feinsuche eine weitere Schneefläche nach einem vergrabenen Rucksack ab. Bei Prüfungsbeginn muss der Hundeführer die taktische Aufgabe lösen, den Suchbereich einzuschränken.
Welche Hunde eignen sich? Mittlere bis grosse Hunde mit guter Kondition, Sucheifer und guter Führigkeit auf Distanz.

Lawinenhund im Sport
An Lawinenhundeprüfungen im Sportbereich, wird in 3 versch. Schwierigkeitsstufen in den Disziplinen Grob- und Feinsuche getestet.
Als Lawinenhund wird vom Hund folgende Eignung erwartet; eine gute Kondition, Sucheifer, Führigkeit, muss sich gut vom HF lösen können. Zudem wird eine Prüfung in Stufe 1 mit Unterordnung (z.B. BH 1) vorausgesetzt.
Der Hundeführer muss ebenfalls eine gute Kondition mitbringen, zudem die Bereitschaft beim Training auch längere Zeit in einem Schneeloch zu verbringen.

Die Grobsuche
Auf einem natürlichen oder präparierten Lawinenfeld wird nach 2 verschütteten Personen gesucht, die in einem Loch vergraben sind. Findet der Hund die den ersten verschütteten, muss er diese bis zum Eintreffen des Hundeführers mit scharren anzeigen. Die Suche der 2. Person, wird in der Nähe der ersten Fundstelle vorgesetzt.
Neben der Arbeit auf dem Lawinenfeld, werden auch Punkte für Taktische Kenntnisse des HF vergeben, die vom Richter in Form von Fragen gestellt werden.

Für die einzelnen Klassen in der Grobsuche gelten folgende Angaben:

  • LawH 1:
    • primärer Suchbereich ca. 5000 m2
    • 2-3 taktische Anhaltspunkte
    • Vergrabetiefe (überdeckt) 80 cm
    • Zeitdauer max. 20 Minuten
  • LawH 2:
    • primärer Suchbereich ca. 7000 m2
    • 2-3 taktische Anhaltspunkte
    • Vergrabetiefe (überdeckt) 80 cm
    • Zeitdauer max. 20 Minuten
  • LawH 3:
    • primärer Suchbereich ca. 9000 m2
    • 1-2 taktische Anhaltspunkte
    • Vergrabetiefe (überdeckt) mindestens 100 cm
    • Zeitdauer max. 20 Minuten

Feinsuche
Bei der Feinsuche wird in einem mit Fähnchen markierten Feld, systematisch (Revier) nach einem vergrabenen Rucksack gesucht. Der Hund muss diesen mit intensivem scharren anzeigen, bis der HF beim Hund ist und diesen ausgräbt. Nach dem auffinden muss das Revier weiter abgesucht werden, bis zum Ende der Zeitdauer von 10 Min.
Für die einzelnen Klassen in der Feinsuche gelten folgende Angaben:

  • LawH 1:
    • Reviergrösse 50×30 Meter
    • Vergrabetiefe (überdeckt) 30 cm
    • Zeitdauer 10 Minuten (Abbruch frühestens nach 6 Minuten möglich)
  • LawH 2:
    • Reviergrösse 50×40 Meter
    • Vergrabetiefe (überdeckt) 40 cm
    • Zeitdauer 10 Minuten (Abbruch frühestens nach 8 Minuten möglich)
  • LawH 3:
    • Reviergrösse 50×50 Meter
    • Vergrabetiefe (überdeckt) 50 cm
    • Zeitdauer 10 Minuten (Abbruch nicht möglich, der Hund muss ausrevieren)